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Weil Geld kein Gewissen hat

DAS GOLD DER ZUKUNFT: WASSER

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Bis heute hat sich die Wasserknappheit in erster Linie auf die Armen in Afrika und Asien ausgewirkt, obwohl Zugang zu sauberem Wasser ein Menschenrecht ist. Nun sind durch den Klimawandel auch reichere Staaten betroffen, so z.B. Kalifornien, USA, Sao Paulo, Brasilien, Andalusien, Spanien, etc. Dazu empfehle ich folgende Links:

Kalifornien: Harte Zeiten für die Farmer   Mensch, Tier und Landwirtschaft leiden unter der anhaltenden Dürre in Kalifornien. Viele Farmer stehen vor dem Aus und lassen deswegen tiefe Brunnen bohren. Doch auch das Grundwasser wird weniger. http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=53824  (4:20 min)

Sao Paulo: Wassernot   Nichts geht mehr. Kein fließendes Wasser seit fast einem Jahr. Im Großraum Sao Paulo herrscht akuter Wassermangel, und besonders dramatisch ist die Situation in Itu. http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/videos/wassernot-in-sao-paulo-100.html  (7.09 min)

Spanien: In Zukunft Wüste   Der Tourismus gedeiht in der Sonne Südspaniens genauso wie der Obst- und Gemüsebau. Doch die lukrativen Wirtschaftszweige fordern ihr Tribut: Wasser wird knapp und die Landschaft droht zur verwüsten. http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=53831  ( 3:59 min)

Schon sehr bald wird Wasser wichtiger sein als Erdöl, weil Wasser nicht nur als Trinkwasser in Haushalten benötigt wird, sondern auch in der Landwirtschaft und Industrie unentbehrlich ist. Das Weltwirtschaftsforum 2015 in Davos erklärte den Wassermangel zum grössten ökonomischen Risiko für die Weltwirtschaft.  Siehe dazu folgenden Beitrag inkl. Interview mit WWF-Wasserexperten Philipp Wagnitz: http://www.3sat.de/page/?source=/boerse/magazin/183175/index.html

Der Anteil von Süßwasser am Wasservorkommen der Erde beträgt je nach Schätzung 2,5 bis 3,5 % und liegt vorwiegend in Form des Eises vor. Oberflächen- und Grundwasser erschöpft sich immer schneller, da der Wasserbedarf (heute: 70 % Landwirtschaft, 20 % Industrie, 10 % Haushalt) stetig zunimmt. Bis 2050 sei schätzungsweise 55 % mehr Wasser nötig, da die Weltbevölkerung auf 9,7 Milliarden ansteige.

Mit der Wasserverknappung sieht sich Singapur schon seit längerer Zeit konfrontiert. Da Malaysia den Wasserliefervertrag mit Singapur auslaufen lässt, hat der kleine Stadtstaat Meerwasseraufbereitungsanlagen gebaut und deckt so bereits 1/3 seines Trinkwasserbedarfs. Die Entzalzung ist jedoch sehr teuer. Singapur investiert deshalb auch in die günstigere Rückgewinnung des Brauchwassers. Siehe dazu:

Singapur: Trinkwasser aus der Toilette   1,5 Milliarden Liter Wasser braucht Singapur jeden Tag – Tendenz steigend. Die Reservoirs reichen nicht mehr aus. Deswegen wird nun zusätzlich zur Meerwasserentsalzung, Wasser aus Abwasser gewonnen. http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=53832 (4 min)

Wasser kann zur geostrategischen Waffe werden. Zum Beispiel kann die Türkei mit dem Bau des Staudammes den flussabwärtsliegenden Ländern am Euphrat und Tigris wie Irak, Syrien und Jordanien künftig nach Belieben den Wasserhahn zudrehen. Siehe dazu:

Türkei baut Megadämme   Wenn Staaten sich das Wasser abgraben. http://www.3sat.de/page/?source=/boerse/magazin/169631/index.html

Noch vor wenigen Jahren verfolgte Israel eine Wasserpolitik auf Kosten anderer, in dem es sich zuerst mit Wasser bediente. Während den anhaltenden Dürrejahren sank der See Genezareth im Norden bis zur Grenze, wo der Umwelt irreparable Schäden drohten. Aus dieser Not heraus startete Israel  2008 den Masterplan für eine nachhaltige Wasserwirtschaft, die erfolgreich mit Hilfe neuster Technologien umgesetzt wurde. Dazu folgender Artikel vom August 2015:

Wie Israel zum Land des Wasserwunders wurde   http://www.welt.de/wissenschaft/article145475040/Wie-Israel-zum-Land-des-Wasserwunders-wurde.html

 

Welchen Weg wird die Weltgemeinschaft wohl einschlagen: Kriegerische oder friedliche Lösungen um das GOLD DER ZUKUNFT?

 

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